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Aktualisiert: vor 3 Jahre 38 Wochen

Bibliothekarisch.de: [OT] Zum Tag des Schneemanns

18. Januar 2013 - 11:59

Für alle die mich kennen war es sicher nur eine Zeit, dass ich mal wieder was zu Schneemännern bringe Und heute passt es super. Heute ist zum 4. Mal der Welttag des Schneemanns.

Warum heute?

Gibt es für einen Schneemann eine bessere Zahl als die 18 oder 81? Die 8 sieht aus wie ein Schneemann. Die 1 wie sein Stock oder Besen. Für ein Datum kommt die 81 nicht in Frage, bleibt die 18. Wir merken uns ab sofort, Welttag des Schneemanns ist der 18. Januar. (Quelle)

Zum Vorlesen für die Kleinen gibt es eine Gute-Nacht-Geschichte “Ein besonderer Freund

Für alle anderen, bei denen mehr als 1 cm Pulverschnee liegt (in Hamburg ist es leider nicht mehr), gilt:

Wer einen wirklich coolen Freund haben will, muss einen Schneemann bauen. (Quelle)

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Basedow1764's Weblog: 15 Mütter in einer Berliner Grundschulbibliothek

18. Januar 2013 - 9:00
Ein Bericht im Tagesspiegel (mit dem missverständlichen Titel “Schulbibliothek des Ehrenamts“). via libreas Zu Ehrenamt und Staat siehe auch bei sciencefiles Der Berliner Bildungssenator hatte übrigens einmal eine Ehrenamtsinitiative gestartet. Sie wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Einsortiert unter:Bildungspolitik, Leseförderung/Lesen, … Weiterlesen →
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Bibliothekarisch.de: [IK] Warum Informationskompetenz schulen? – Did you know 3.0

18. Januar 2013 - 8:02

Unsere Gesellschaft und die Anforderungen an jeden einzelnen ändern sich rapide, was nicht zuletzt an dem rasant wachsenden Medien- und Informationsangebot liegt, mit dem wir uns auseinander setzen müssen. Statistisch belegt dieses Video diese Herausforderungen:

Das Video ist gut einsetzbar in Informationskompetenzschulungen, um zu zeigen, dass Anforderungen sich änderen und dass die Studierenden am Ball bleiben müssen, um mit diesen Herausforderungen wie “internationale” Konkurrenz, neuen Medien- und Kommunikationsformen, neuen beruflichen Herausforderungen usw. klarzukommen. Warum muss man sich heutzutage im Informationskompetenz, Rechercheregeln usw. auseinander setzen. Es geht über den Zweck, eine wissenschaftliche Arbeit zu scheiben hinaus.

Ansonsten gilt auch hier:
Besonders erfolgreich wird diese Sammlung [IK] dann, wenn auch Sie in den Kommentaren oder mit “Gastbeiträgen” Ihre Videos oder Infografiken hinzufügen.

Auf die aktuelle Version des Videos aufmerksam geworden über:
Did You Know 3.0, Nachrichten für öffentliche Bibliotheken NRW

This work is licensed under a Creative Commons Attribution 3.0 Unported.

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Infobib: Bibliotheks-Sauce! Go Barbra!

18. Januar 2013 - 7:58

Der Streisand-Effekt, mal etwas anders. Schaut, besser: hört selbst hinein!

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Archivalia: Archivtagstaschen X

18. Januar 2013 - 7:47


Danke nach Bielefeld!

Alle Taschen auf einem Blick findet man auf flickr. Alle Einträge auf Archivalia - wegen der Komentare: [archiv.twoday.net]
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Infobib: GMS Medizin — Bibliothek — Information

18. Januar 2013 - 7:35

Wenn es um bibliothekarische, deutschsprachige Open-Access-Zeitschriften geht, werden meist dieselben Beispiele genannt. Libreas, die VÖB-Mitteilungen und neuerdings auch Perspektive Bibliothek. Vergessen wird dabei immer wieder – und m.E. zu Unrecht – GMS Medizin — Bibliothek — Information.

Dabei handelt es sich um ein echtes OA-Journal, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen, mit CC-Lizenzierung und Beiträgen unterschiedlichster Art. Dort werden zum Beispiel Fachbeiträge über Repositories, Poster über Bibliometrie oder Mitteilungen zur Aachener Erklärung über den Erwerb von elektronischen Büchern veröffentlicht.

PS: Die neunte Open-Access-Wette (PDF) auf der Inetbib-Tagung ist damit übrigens schon fast erfüllt.

PPS: Lange nichts mehr zum Thema newLIS gehört…

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Archivalia: Eine unbeachtete illuminierte Handschrift der Kemptener Chronistik um 1500

18. Januar 2013 - 1:41
Im Preger'schen Katalog der Manuskripte des Historischen Vereins von Mittelfranken - siehe [archiv.twoday.net] - fand ich zwei Handschriften zur Kemptener Geschichte, zu denen Dr. Daniel Burger vom Staatsarchiv Nürnberg am 8. Juni 2012 freundlicherweise Auskunft erteilte, da sie sich im Nürnberger Depositum des Vereins befindet.

Nr. 613: „Historia Campidonensis; von der alten statt Kempten, von dem schloss Hilermont, dessen
herkommen und gelegenhaith, dan von denen herren Fürsten und Äbbten des stüffts Kempten, von
Kayser Carl dem Grossen und seiner gemahlin Hildegardis und dem starcken Ritter Heinrich von
Kempten und andern alten begebenheiten“, 16. Jh. von einem ungenannten Verfasser, mit späteren
Nachträgen des ausgehenden 17. Jh. (bis 1677). Halbledereinband (18./19. Jh., 21,5 x 16,5cm,
0,02lfm), 65 gez. fol. zzgl. mehrere leere fol.

Nr. 614: Geschichte des Stiftes Kempten samt Wunderschilderungen, am Ende datiert 1494 und
1498 (deutsch, nur der auf dem sekundären Einband angebrachte Titel ist lateinisch: "Fundatio et
historia ducalis monasterii Campidonensis una cum miraculis s. fundatricis Hildegardis et eius filii
Ludovici Pii, nec non aliis valde memorabilibus, quiae a primaevis temporibus huius Illustrissimi
coenobii contigere, et vetustissimo calamo ac lingua conscripta et annotata sunt ita, ut ille, qui hoc
infringere praesummat, Dei odium habeat.")
Heller geprägter Schweinsledereinband (16. Jh.), 29 x 21,5cm, 0,04lfm; 65 fol. (durch Benutzung
Blätter alle v.a. unten verschmutzt). Darin: 59 farbige Zeichnungen (Personen- und
Wappendarstellungen). Beginn: „Stifftung des gotzhüß Kempten vnd sant Hyltgartün leben etc.“
(Blatt dann abgerissen, Rest des Textes fehlt). Schluss: „... den Got sy mit vnß allen hie zu°
Kempten vnd an allen stetten in diem Jar 1494 vnd dar nach ewegklich amen.“


Nr. 614 dürfte die wertvollste Handschrift des Vereins sein.

Wir erinnern uns: Für 145.000 Euro ersteigerte 2010 die Bayerische Staatsbibliothek eine mit 59 Federzeichnungen geschmückte Handschrift aus noch 147 Blättern mit der Kemptener Chronik des Johannes Birk:
[www.merkur-online.de]
[archiv.twoday.net]

Trotz der etwas schlechteren Erhaltung könnte die ebenfalls mit 59 Illustrationen versehene Vereinshandschrift in Nürnberg einen niedrigen sechsstelligen Betrag erzielen. Hoffen wir, dass der gewiss ebenso wie alle Geschichtsvereine überalterte Verein noch eine Weile der Versuchung widersteht, die immer teurer werdende Publikation der gedruckten Vereinszeitschrift durch Abstoßung dieses kostbarsten Stücks, das ja auch gar keinen mittelfränkischen Bezug hat, für Jahre zu sichern. Es wäre dringend wünschenswert, der Forschung baldmöglichst ein gutes Digitalisat des Codex zur Verfügung zu stellen, da ja seit "Stralsund" klar ist, dass das Abstoßen von "totem Kapital" gewinnträchtig sein kann.

Seit meiner Beschäftigung mit dem Lorcher Marsilius-Turm interessiert mich die handschriftliche Überlieferung der historiographischen Werke aus der Feder des Johannes Birk oder seinem Umkreis.

Die Überlieferungszusammenstellung von Peter Johanek im ²VL 1 (1978), Sp. 870-875 ist inzwischen etwas veraltet. Ich übernehme ihr aber Titel und Reihenfolge der Werke.

1. 'Vita Hildegardis'

Das Widmungsexemplar für Kaiser Friedrich III. der um 1472 entstandenen lateinischen Via ist mit 27 ganzseitigen Miniaturen geschmückt und befindet sich in Privatbesitz. Durch das Antiquariat Dr. Jörn Günther kam Klaus Schreiner zu einer SW-Kopie der Handschrift, die nach 1945 mit anderen illuminierten Handschriften aus der Hofbibliothek Sigmaringen verkauft wurde (früher Cod. 50, nicht Cod. 23 wie Johanek hat). [Schoenberg-Datenbak: Kundig Cat. 95: Tres precieux manuscrits enlumines et incunables; livres anciens des XVIe, XVIIe, XVIIIe siecles et du début du xiXe siecle. - 1948/06/23]

Beschreibung von Wattenbach 1867
[archive.org]
Lehner S. 34
[commons.wikimedia.org]
Katalog "Bürgerfleiß und Fürstenglanz" (1998), S. 132-134 Nr. 67

Den Text überliefert auch das sog. Passionale sanctorum decimum des Blaubeurer Priors Bartholomäus Krafft, Fulda Aa 96, Bl. 106v-113r.
[fuldig.hs-fulda.de]

Hiernach druckten die Bollandisten die Vita: Acta Sanctorum April III, 1675, S. 793-802
[visualiseur.bnf.fr] (den Link im neuen Gallica-Angebot mit Permanent-Links aufzufinden, war ich nicht imstande)

Klaus Schreiner hat in seinem 1975 erschienenen wichtigen Aufsatz zu St. Hildegardis und ihrer Verehrung in Kempten (im AKG) damit begonnen, das von Baumann zusammengestellte Oeuvre Johannes Birks zu reduzieren. S. 24 Anm. 93

[www.mgh-bibliothek.de]

spricht er mit allzu pauschaler Begründung die Vita Birk ab und verweist auf die Nennung einer Quelle durch Birk, der sich auf das Werk eines Konventualen Hartmann Nottfest beruft. Dabei dürfte es sich aber um eine der Quellenfiktionen Birks handeln. Etwas befremdlich wirkt, dass Schreiner die Arbeiten Birks als "Machwerke" bezeichnet.

Solange die Abweichungen von den anderen Chroniken Birks nicht detailliert aufgeschlüsselt werden, bleibe ich dabei, dass die der Vita zugrundeliegenden historischen Studien am ehesten dem Stiftsschulmeister Birk zuzutrauen sind.

Baumanns nach wie vor grundlegende Studie zu den Kemptner Chroniken des (ausgehenden) 15. Jahrhunderts:

[daten.digitale-sammlungen.de]

Schreiner nennt in der Gedenkschrift Graus (Spannungen und Widersprüche, zitiert unten) S. 44 Anm. 30 den Text in der Bollstatter-Handschrift München Cgm 735, Bl. 67r-76r eine auszugsweise Übersetzung der lateinischen Vita.

Katalog von Karin Schneider:
[www.manuscripta-mediaevalia.de]

[www.handschriftencensus.de]

2. 'Historia Karoli Magni et de fundatione monasterii in Campidonia'

Johanek nennt als Überlieferung des ungedruckten Werks, das sich als 1494 von Johannes Birk angefertigte Abschrift eines angeblichen Werks von Godefridus Keren de Marsilia, angeblich Mitglied der Kanzlei Karls des Großen und Ludwig des Frommen, ausgibt, die folgenden Handschriften:

München, SB, Clm 22104, Bl. 114v-129v Anfang 16. Jh. aus Wessobrunn

Clm 1211, Bl. 185r-197v (Abschrift von Clm 22104, datiert 1529), aus Tegernsee

Clm 1803, S. 1-22, 18. Jh.

In Auszügen online sind die wichtigen Ausführungen von Folz 1950:

[books.google.de]

3. 'Tractatus de monasterio Campidonensi et eius multiplicibus privilegiis'

Die etwa 2000 lateinischen Verse sind am frühesten überliefert in Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Cod. 245, Bl. 48r-53r

Die 1493 datierte Handschrift ist womöglich ein Autograph Birks (so Bruckner), jedenfalls aber das wichtigste Zeugnis für die Birk zugänglichen karolingerzeitlichen Quellen.

Ausführlich behandelte die Handschrift jüngst Matthias M. Tischler: Einharts Vita Karoli Bd. 1, 2001, S. 66-71

Aus der älteren Literatur am ausführlichsten Max Büdinger 1865:
[books.google.de]

Katalog Meier S. 201f.
[commons.wikimedia.org]

Weitere Überlieferung des Tractatus:

München Clm 22104, Bl. 130r-154r
Clm 1211, Bl. 197v-218r
Zu beiden Handschriften siehe oben.
Clm 1370, Bl. 1r-35r (aus Polling)

Gedruckt nach einer Pollinger Handschrift (clm 1370?) in Kuens Quellensammlung Collectio Bd. 2 1756, siehe
[archiv.twoday.net]

Kuen-Digitalisat:
[digital.ub.uni-duesseldorf.de]

4. Deutschsprachige Bearbeitungen

Die oben erstmals nachgewiesene Nürnberger Handschrift des Historischen Vereins ist zu ergänzen in der Liste des Handschriftencensus:

[www.handschriftencensus.de]

Am wichtigsten sind die detaillierten Beschreibungen von Elisabeth Wunderle im Rahmen des Online-Projekts "Kemptener Klosterchroniken":

[www.bayerische-landesbibliothek-online.de]

Die älteste bekannte Handschrift schrieb 1479 ein Konrad Widerlin von Ebenweiler: Cgm 5819
[www.bayerische-landesbibliothek-online.de]

Schreiner hat in seinem Aufsatz Hildegard, Adelheid, Kunigunde (in: Spannungen und Widersprüche, 1992) S. 44-47 aus diesem von ihm Widerlin als Verfasser zugeschriebenen Text referiert und etwas ominös behauptet, die Handschriften enthalte für die Quellenkritik Birks "grundlegende neue Erkenntnismöglichkeiten" (S. 44 Anm. 30). Angesichts der Übereinstimmungen des Textes mit der Birkschen Klosterchronik C1 meinte Wunderle. dies mache "eine Überprüfung der Rolle des Johannes Birk nötig, der gemeinhin als Verfasser dieser und der anderen 'Kemptener Chroniken' gilt".

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die leichtfertigen Versuche, Birk als Autor oder meinetwegen auch Spiritus rector des Kemptener historiographischen Ateliers am Ende des 15. Jahrhunderts in Frage zu stellen, stützen sich nicht auf nachvollziehbare Textbefunde oder schlüssige Argumente.

München Cgm 9470 datiert von 1499/um 1500. Einer der beiden Schreiber ist ein Petrus Brack.
[www.bayerische-landesbibliothek-online.de]

München Cgm 9280 datiert von 1506 und ist die Kräler'sche Handschrift, geschrieben von dem auch sonst als Schreiber hervorgetretenen Notar Johannes Kräler. Digitalisat:
[www.bayerische-landesbibliothek-online.de]

Noch dem Ende des 15. Jahrhunderts gehört Würzburg M.ch.f. 97 an:

[www.handschriftencensus.de]
[www.manuscripta-mediaevalia.de]

Hüttner hat aus dieser Handschrift bei Baumann Fehlendes abgedruckt:

[www.digizeitschriften.de]

Nach dem Handschriftencensus ist Augsburg, Staats- und Stadtbibliothek, 2° Cod. 249 eine direkte Abschrift von Cgm 9280.

[www.handschriftencensus.de]

Über den Standort der von ihm C 2 genannten zweite Kemptener Klosterchronik schweigt sich Johanek aus. Nach Baumann (Forschungen S. 14f.) ist das Werk 1484/85 datieren und lag damals in einer ebenfalls Martin Leichtle gehörenden Abschrift des Notars Kräler wohl von 1507 vor. Es ist das Verdienst von Birgit Kata vom Stadtarchiv Kempten, dass wir nun wissen, dass die Handschrift sich heute in Kempten, Evang. Kirchengemeinde St. Mang, Sammlung Leichtle, L 180 befindet.

[www.handschriftencensus.de]

Bedauerlicherweise ist dieser Text weder gedruckt noch digitalisiert. Hier vermute ich die Quelle für das oben genannte Lorcher Marsilius-Zeugnis.

Um eine intensive Beschäftigung mit dem spannenden Werk Birks bzw. aus seinem Umkreis zu ermöglichen, müssten alle relevanten Handschriften digitalisiert werden.

In der Zeit Birks war die Kemptener Stiftsschule ein wichtiges geistiges Zentrum. Neben der wohl von Birk selbst stammenden Einsiedler Handschrift (siehe oben) gibt es noch weitere, die hier erstmals zusammengestellt werden.

Für die naturkundlichen Interessen und die Zusammenarbeit mit Johannes Tallat ist der Stuttgarter Cod. HB XII 5 von Bedeutung, siehe meinen Beitrag

[archiv.twoday.net]

Saam erwähnte eine Abschrift der Imitatio Christi des Thomas von Kempen 1475 unter dem Rektor Johannes Birk Clm 26775 (ebd.).

1987 habe ich darauf hingewiesen, dass die wichtige chronistische lateinische Sammelhandschrift Cod. P I 1 der Stadtbibliothek Lindau aus dem Umkreis von Birk stammt, was die Birk-Forschung bislang beharrlich ignoriert hat. Eine 1476 datierte Notiz auf Bl. 180r weist auf die Tätigkeit des Johannes Birk an der Stiftsschule hin, Bl. 207r steht der Schreibervermerk des Christian Schimpflin von Rötenbach, Provisor an der Stiftsschule unter Birk.

[books.google.de]

[www.handschriftencensus.de]

Unzulängliche ältere Beschreibungen der Lindauer Handschrift gab Würdinger:

[books.google.de]
[archive.org]

Ich habe keinen Zweifel, dass die bemerkenswerte historiographische Kemptener Produktion um 1500 im wesentlichen auf Birk und eventuell seine Mitarbeiter oder Schüler an der Stiftsschule zurückgeht. Es spielt keine Rolle, sondern macht die Texte besonders interessant, dass es sich um historiographische Fiktionen (also "Fälschungen" oder "Machwerke") handelt. Aufgrund der hier genannten handschriftlichen Überlieferung müssten sie intensiver analysiert werden.

#forschung

St. Hildegard Cgm 9470
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Archivalia: Ist das Regensburger Stadtarchiv ein Saustall?

17. Januar 2013 - 21:48
[www.regensburg-digital.de]

„Es fehlt an Interesse und Kompetenz“, resümiert ein Berliner Historiker seine Erfahrungen mit dem Regensburger Stadtarchiv. Falsche Auskünfte, verschwundene Dokumente, Rügen von der Rechtsaufsicht – die Probleme sind seit Jahren bekannt und bescheren der Welterbestadt zwischenzeitlich auch überregional einen schlechten Ruf in Fachkreisen. Wirklich zu scheren scheint das die Verantwortlichen nicht. Er gedenke nicht, auf Kritik zu reagieren, heißt es vom Oberbürgermeister. Er sei mit seinen Möglichkeiten am Ende, erklärt der Kulturreferent. Und der Archiv-Leiter, den weder OB noch Referent zur Räson bringen können, geht auf Tauchstation.

Nachdem die Printpresse die unhaltbaren Zustände im Regensburger Stadtarchiv totschwieg, hat jetzt ein Online-Organ eine Breitseite gegen die Institution und die Verantwortlichen der Stadtverwaltung abgefeuert. Auch Archivalia wird mit seinem Beitrag [archiv.twoday.net] erwähnt.

Immer wieder hat Irmgard Freihoffer, parteilose Stadträtin für DIE LINKE im Stadtrat, die Stadtverwaltung mit Anfragen zur Rede gestellt - ohne Erfolg! Ich dokumentiere zwei der mir übermittelten Presseerklärungen:

Regensburg, 30.05.2011

Dem Normalbürger mag sich die Bedeutung und Wichtigkeit eines Stadtarchivs vielleicht
nicht auf Anhieb erschließen. Doch wenn man sich vor Augen führt, dass die ehemals freie
Reichsstadt Regensburg über Jahrhunderte europäisches Zentrum war, erkennt man, dass es
nicht zweitrangig sein kann, wie funktionstüchtig das Stadtarchiv ist.

Zudem fungieren Stadtarchive, worauf die meisten Städte hinweisen, als „Gedächtnis
der Stadt“. Nach der Bayerischen Gemeindeordnung gehört die Archivpflege deshalb zu
den Pflichtaufgaben einer Kommune. Und noch deutlicher formuliert die Verfassung des
Freistaates Bayern (Art. 141 Abs. 2) den Auftrag: Demnach sind Denkmäler der Geschichte
von Staat, Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechts zu schützen und zu
pflegen. Ebenso stellt die „Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien
des Innern und für Unterricht Kultus, Wissenschaft und Kunst“ von 1992 fest: „Das
Archivgut […] sichert als objektive Quelle die rechtsstaatlich gebotene Kontinuität der
Verwaltung und ist zugleich die unverzichtbare und unersetzliche Grundlage für die
Erforschung der Vergangenheit.“

Die spezifischen Aufgaben zum Vollzug des Bayerischen Archivgesetzes und der
kommunalen Archivpflege werden dort weiter festgelegt: Dabei umfasst die Archivierung
nicht nur die Aufgabe, das Archivgut zu erfassen und auf Dauer zu verwahren und zu sichern,
sondern auch „zu erschließen, nutzbar zu machen und auszuwerten“.

Es kann also nicht dem Belieben anheimgestellt werden, ob diese Aufgaben mal mehr,
mal weniger ernsthaft wahrgenommen werden. Wie sieht es nun mit dem Regensburger
Stadtarchiv aus?

Aus Personalmangel kann das Stadtarchiv noch nicht einmal wichtige Informationen auf
die Internetseite stellen. Zwar wurden viele Quellen aus dem Mittelalter schon digitalisiert,
aber nirgendwo werden diese online verfügbaren Dokumente auf der Homepage des
Stadtarchivs erwähnt und damit außer für einen kleinen Kreis Eingeweihter nicht nutzbar.
Der Jahresbericht des Kulturreferats für das Jahr 2009 liest sich größtenteils wie eine
Notverordnung. Aus Personaleinsparungsgründen können u. a. statistische Nachweise nicht
mehr erfolgen und, noch schlimmer, eine Bestandspflege findet nicht mehr statt. D. h. die
Archivalien, die neu hereinkommen, werden nur mehr registriert, aber nicht weiter nach
Themen und Schlagwörtern ausgewertet. Wer Kopieraufträge erteilen möchte – Archivalien
dürfen ja nicht entliehen werden -, muss, wenn der entsprechende Mitarbeiter erkrankt ist,
schon mal viele Wochen warten. Wie man unter diesen Bedingungen ernsthaft forschen kann,

Ein erster Schritt zur Verbesserung der Situation wurde unternommen. Der Kulturausschuss
hat nun einem Prüfantrag der Stadträte der Linken, Irmgard Freihoffer und Richard Spieß,
zugestimmt. Die plädierten für größere Benutzerfreundlichkeit des Archivs durch längere
zusammenhängende Öffnungszeiten. Damit das Archiv seine Aufgaben aber umfassend
wahrnehmen kann, haben sie einen weiteren Antrag zur personellen Aufstockung gestellt.

In der Bewerbungsbroschüre um den Titel „Stadt der Wissenschaft“ tat man die besten
Absichten kund: “Tradition, Erbe und die reiche Geschichte der Stadt werden gepflegt.“ Dem
Stadtarchiv als „Gedächtnis der Stadt“ fällt dabei ganz ohne Zweifel eine wichtige Rolle zu.


***

Regensburg, 11.07.2012

Sorgenkind Stadtarchiv
„In einer geschichtsträchtigen Stadt wie Regensburg darf das Stadtarchiv nicht länger
Stiefkind sein“

Archivpflege genieße eigentlich einen hohen Stellenwert, stellen die Linke–Stadträte Irmgard
Freihoffer und Richard Spieß fest: Die Archivpflege sei nicht nur eine Pflichtaufgabe nach der
Bayerischen Gemeindeordnung, sie habe sogar Verfassungsrang. Gemäß der Verfassung des
Freistaates Bayern (Art. 141 Abs. 2) seien Denkmäler der Geschichte von Staat, Gemeinden
und Körperschaften des öffentlichen Rechts zu schützen und zu pflegen. Ebenso stelle
die „Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien des Innern und für
Unterricht Kultus, Wissenschaft und Kunst“ von 1992 fest: „Das Archivgut […] sichert als
objektive Quelle die rechtsstaatlich gebotene Kontinuität der Verwaltung und ist zugleich die
unverzichtbare und unersetzliche Grundlage für die Erforschung der Vergangenheit.“

Die spezifischen Aufgaben zum Vollzug des Bayerischen Archivgesetzes und der
kommunalen Archivpflege werden dort weiter festgelegt: Dabei umfasse die Archivierung
nicht nur die Aufgabe, das Archivgut zu erfassen und auf Dauer zu verwahren und zu sichern,
sondern auch „zu erschließen, nutzbar zu machen und auszuwerten“.

„Es darf deshalb nicht dem Belieben anheimgestellt werden, ob diese Aufgaben mal mehr,
mal weniger ernsthaft wahrgenommen werden, insbesondere in einer so geschichtsträchtigen
Stadt wie Regensburg“, so Freihoffer.

„Das Stadtarchiv erfreute sich in den letzten Jahren keiner großen Wertschätzung.
Der Jahresbericht des Kulturreferats für das Jahr 2009 liest sich größtenteils wie eine
Notverordnung. Aus Personaleinsparungsgründen konnten u. a. statistische Nachweise nicht
mehr erfolgen und, noch schlimmer, eine Bestandspflege fand nicht mehr statt. D. h. die
Archivalien, die neu hereinkommen, wurden nur mehr registriert, aber nicht weiter nach
Themen und Schlagwörtern ausgewertet. Im Jahresbericht 2010 wurde das Kapitel über das
Stadtarchiv gleich ganz herausgelassen, ebenso im Jahresbericht 2011.“

Vor über einem Jahr reichten die Stadträte Freihoffer und Spieß einen Antrag zum
Internetauftritt ein. Er wurde mit dem Hinweis, dass dies reine Verwaltungssache sei,
nicht behandelt. „Der Internetauftritt ist nach wie vor miserabel, er hat sich ja auch seit
letztem Jahr nicht verändert, so Freihoffer. „Wichtige Informationen fehlen weiterhin. Bei
der Stadt fühlt sich offenbar niemand dafür verantwortlich.“ Zwar wurden viele Quellen
aus dem Mittelalter schon digitalisiert, aber nirgendwo seien diese online verfügbaren
Dokumente auf der Homepage des Stadtarchivs erwähnt. Damit könne sie außer einem
kleinen Kreis Eingeweihter niemand nutzen. Des Weiteren habe man weder eine grobe
Bestandsübersicht aufgeführt noch die falschen Angaben über das Regensburger Stadtarchiv

Ein weiterer Antrag der Linken zu den Öffnungszeiten wurde vor einem Jahr einstimmig
vom Kulturausschuss beschlossen. Nachdem sich die Öffnungszeiten seitdem nicht
geändert haben, fordern die Linke-Stadträte im (morgigen) Kulturausschuss eine
Stellungnahme. „Archivarbeit ist in der Regel sehr aufwändig und zeitintensiv, zudem können
Archivalien nicht entliehen werden. Die maximal zusammenhängende Öffnungszeit von nur
zwei bzw. drei Stunden verhindert eine effiziente wissenschaftliche Arbeit. Um den Besuch
des Archivs benutzerfreundlicher zu gestalten, plädieren wir für längere zusammenhängende
Öffnungszeiten. Die gesamte Öffnungszeit von 23 Stunden müsste deswegen nicht einmal
geändert werden.“ Mit ihrer Forderung orientieren sie sich an den Öffnungszeiten vieler
anderer bayerischer Stadtarchive wie z.B. in Amberg, Passau, Erlangen oder Würzburg.


Die Website des Archivs kann man in ihrer Dürftigkeit nicht anders als erbärmlich nennen:

[www.regensburg.de]
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Basedow1764's Weblog: Berufsschuldirektor lobt seine Schulbibliothek (in den USA)

17. Januar 2013 - 20:50
So etwas liest man gern. Der Verfasser Dave Wheeler ist Leiter einer Berufsschule in Brockton, Massachusetts (Der Text ist gekürzt übersetzt aus EnterpriseNews.com v. 14.1.13): Einen der am meisten unterschätzen Arbeitsplätze im Bildungswesen hat der Teacher-Librarian. Wo sonst erhält man … Weiterlesen →
Kategorien: News

Archivalia: Bücher der Schwäbisch Gmünder Priesterbruderschaft

17. Januar 2013 - 20:33
Burg, André Marcel: Catalogue des livres des XVe et XVIe siècles, imprimés à Haguenau, de la Bibliothèque Municipale de Haguenau. In: Etudes Haguenoviennes. N.S. 1956/57. T. 2 S. 21–143. Separatabdruck S. 107 notiert eine Hagenauer Ausgabe der Sermones des Pelbartus von 1501 im Besitz der Gmünder Priesterbruderschaft "Reverandae Fraternitatis Sacerdotum Gamundiae" (Signatur: In 138/1).

Außer dieser Postinkunabel sind Needhams IPI sieben Inkunabeln aus dem Besitz der Priesterfraternität bekannt.

Drei befinden sich in der Kapitelsbibliothek Schwäbisch Gmünd (Depositum im Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd) und wurden von Hummel/Wilhelmi beschrieben.

Bibel 1482/83
" Provenienz: 1. (Bl. 1210b) wegrasierter Besitzeintrag, wohl um 1500 (unleserlich). - 2. (Bl. 940a) Joannis stahel presbyteri (Anf. 17. Jh.). - 3. (ebd.) Priesterfraternität Gmünd (um 1700). - 4. (ebd.) Stempel Kapitelsbibl. Gmünd (19. Jh.)."
[www.inka.uni-tuebingen.de]

Thomas von Aquin: Summa 1485
"Provenienz: 1. (P.1, Bl. 1a) Zwei wegrasierte, fast unleserliche Besitzeinträge: ... Anno [15]66 - 2. (ebd.) Michael Hein 1614. - 3. (ebd.) Priesterfraternität Gmünd (um 1700). - 4. Stempel Kapitelsbibl. Gmünd (19. Jh.)."
[www.inka.uni-tuebingen.de]

Bibel 1492
"Provenienz: 1. (Bl. 2a) Priesterfraternität Gmünd (um 1700). - 2. (ebd.) Stempel Kapitelsbibl. Gmünd (19. Jh.)."
[www.inka.uni-tuebingen.de]

Eine 1490 gedruckte Bibel verwahrt das Germanische Nationalmuseum (Hellwig Nr. 213)
"Ex bibliothecae Reverendae fraternitatis sacerdotum Gamundiae" 17. Jh.
[books.google.de]

In der National Library of Wales (Handlist Nr. 5) lautet der Eintrag: "Ex bibliotheca Reuerendae Fraternitatis Sacerdotum Gamundiae"
http://books.google.de/books?id=wU0XAQAAMAAJ&q="fraternitatis+sacerdotum"

"GThSL (B-546)" steht für eine [1980 verkaufte] Nürnberger Bibel des General Theological Seminary in New York (Abkürzung in IPI nicht aufgelöst), die aber im OPAC, obwohl dort Inkunabeln verzeichnet sind, nicht erfasst ist. [Danke an Paul Needham für die Aufklärung: " Instead, it means incunables that the Seminary sold at Christie's NY, 1 October 1980, lots 1-76, almost all Bibles. Their copy of Goff B-546 was lot 31 in this sale."]

"Pottesman 266 (L-339)" bezieht sich auf einen Ludolf von Sachsen und Catalogue of Valuable Incunabula and Sixteenth-century Printed Books: The Property of S. Pottesman; Days of Sale: ... 15. October, 1979 - 16. October 1979.

Zur Bibliothek der Gmünder Priesterbruderschaft äußerte sich Heribert Hummel in: Barock in Schwäbisch Gmünd (1981), S. 94, ohne dass er aber allzu viel zu ihr sagen konnte (ohne neue Angaben auch der Katalog: Sum ex bibliotheca Gamundiana,1989, S. 8). Ob sie in die Bibliothek des 1762 errichteten und 1803 aufgehobenen Gmünder Kollegiatstifts - ein einfaches gedrucktes Exlibris ist bekannt (Abbildung: Hummel S. 117) einging, ist unbekannt. Im 17. oder frühen 18. Jahrhundert dürfte eine Katalogisierung stattgefunden haben, jedenfalls wurde damals der zitierte Besitzvermerk angebracht (Abbildung des Vermerks in der Bibel 1482/3 bei Hummel S. 100 und unten). Nach der Säkularisation dürfte der größte Teil der Bücher in den Handel gelangt sein.

Zur Geschichte der 1373 erstmals bezeugten Institution gibt es bisher nur verlässliche Angaben zum Mittelalter (vgl. Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd, 1984, S. 155). Für die frühe Neuzeit fehlen solche. In den Gmünder Regestenwerken, die den Zeitraum nach 1500 berücksichtigen, findet man sie bis ins 18. Jahrhundert erwähnt, vor allem im Zusammenhang mit ihrem Grundbesitz und Hauszinsen (siehe die Registereinträge bei Nitsch, Spitalarchiv, 1965, S. 357; Deibele, Katharinenspital, 1969, S. 266; Deibele, St. Leonhard, 1971, S. 201). 1803 hatte die Fraternitäts- und Kollegiatpflege über 3000 Gulden jährliches Einkommen:
[de.wikisource.org]

In der Oberamtsbeschreibung 1870 S. 260 liest man: "Diese Priester alle, samt denen der andern Kirchen und Kapellen traten früh zu einer Priesterbruderschaft zusammen, welche 1504 ein Haus neben dem Pfarrhof kaufte, um da ihre Bibliothek, Geräthe und Früchte aufzubewahren, auch eine gemeinschaftliche Zechstube einzurichten. Die Fraternität brachte ziemlich viele Einkünfte zusammen durch Jahrstäge, Präsenzen, erworbene Güter u. dgl. m. "
[de.wikisource.org]

Strobel zitiert in seiner Beschreibung des Kapitelshauses (mit einigen schätzenswerten Mitteilungen zur Bibliothekseinrichtung, in: Kunstdenkmäler Bd. 3, 1995, S. 280f.) die Verkaufsurkunde von 1504 [siehe auch hier] nach Jegers Gamundiana Rediviva (Hs. Stadtarchiv S. 66) und erwähnt ebenfalls Früchte, Bibliothek und Geräte. Die Bibliothek ist also anscheinend schon 1504 bezeugt, doch dürften die heute noch vorhandenen Inkunabeln und Postinkunabeln eher im 17. Jahrhundert aufgrund von Schenkungen der Mitglieder zusammengekommen sein.

#forschung

[commons.wikimedia.org]
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Basedow1764's Weblog: “Opfer-Abo”. Germanisten machen Politik

17. Januar 2013 - 20:14
Lange Jahre fand ich die Wahl eines “Wortes des Jahres” amüsant und lehrreich. Sensibilität für Sprache zu fördern, ist ein löbliches Unterfangen: Stresstest, Merkozy, Wutbürger. Den Verdacht, dass es dabei auch um Marketing für immer neue Auflagen des Duden ging, … Weiterlesen →
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Infobib: Keine Ausrede für Paywall-Journals von Fachgesellschaften

17. Januar 2013 - 20:03

Das Argument, dass diese oder jene Zeitschrift eine Fachgesellschaft finanzieren würde, fällt häufiger, wenn es darum geht, eine Zeitschrift OA zu stellen. Die passende Antwort hat Mike Taylor im Guardian formuliert:

But this paywalled journal’s subscription fees fund its scholarly society …

No. This is the tail wagging the dog. The purpose of a scholarly society is to promote scholarship, which is best done by making that scholarship available. A society that cares more about preserving its own budget than about the field it supposedly supports has lost its way. Societies need to find other ways to fund their activities. And yes, I am talking to you, Society of Vertebrate Paleontology (my own field’s society). You cannot support the science of vertebrate palaeontology by taking science and hiding it where most people can’t see it.

Mir ist so, als hätte ich das aus dem Bibliothekswesen auch schon das eine oder andere Mal vernommen.

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Archivalia: Frühneuzeitliche Wappenbücher der UB Augsburg

17. Januar 2013 - 17:49
""Turnier-, Kampf- und Fechtbücher" ist die Bezeichnung für diese Sachgruppe seit der Neuaufstellung des Bestandes im 19. Jh. Die alte Nomenklatur der Sachgruppen haben wir bei der Übernahme der Bibliothek Oettingen-Wallerstein beibehalten, bei den Drucken wie bei den Handschriften. Der Terminus "Turnierbuch" entspricht hier sicher nicht der heutigen Verwendung.
Ein solches "Turnierbuch" (das einzige) ist Cod.I.6.4°1 "Thurnyrn und Scharpfrennen", 34 Bl., Federzeichnungen, 1537 [wohl eher ein "Lehrbuch"].

Zu den "Wappenbüchern" aus Gruppe I.7. ist nachzutragen
- Cod.I.7.8°1 Wappenbuch der adeligen Gesellschaft zu Ravensburg, 18. Jh., 30 Bl.
- Cod. I.7.2°6 Wappenbuch, 12 Bl., Süddtld.
- Cod. I.7.4°3 Wappenbuch der niederösterreichischen Regierung 1590-1602, 71 Bl., 16. Jh.

Ebendort Cod. I.7.2°2 das Rüxnersche Turnierbuch in einer auszugsweisen Abschrift mit Wappen, 1643 (nur die ersten vier Turniere) - eine Entdeckung im Rahmen der Beantwortung dieser Anfrage." (Mail vom 16.1.2013).

Siehe auch
[archiv.twoday.net]
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Archivalia: Glückwunsch! Siwiarchiv ist 1 Jahr alt

17. Januar 2013 - 17:46
[www.siwiarchiv.de]

Ad multos annos!
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Archivalia: Automatically Dating Medieval Charters

17. Januar 2013 - 17:18
Dating medieval English charters
Authors:
Tilahun, Gelila; Feuerverger, Andrey; Gervers, Michael
Publication Date:
01/2013

[arxiv.org]

See also
[www.technologyreview.com]
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netbib weblog: Phantombücher

17. Januar 2013 - 17:11

Bücher, die vielleicht irgendwann einmal erscheinen werden – auch libri nascituri genannt – sind das Thema eines Artikels von Roland Schimmel in Legal Tribune Online. Das Problem ist nicht nur eines der (potentiellen) Nutzer, sondern auch eines der Bibliotheken.

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Archivalia: Keine Übernahme von Patientenunterlagen niedergelassener Ärzte durch Archive

17. Januar 2013 - 17:05
"Für private Gesundheitseinrichtungen gilt die ärztliche Schweigepflicht uneingeschränkt und wird nicht durch andere gesetzliche Vorschriften durchbrochen. Der Arzt oder die Klinik
kann seine Verpflichtung nicht an ein Archiv delegieren."

Diese Auffassung vertritt - ohne Beleg - die brandenburgische Handreichung Patientenunterlagen

[www.blha.de]
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wisspub.net: Wissenschaftsorganisationen gehen weiter in Richtung Open Access

17. Januar 2013 - 16:57
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen setzt ihre Schwerpunktinitiative „Digitale Information” fort. Ziel der Initiative ist es, “Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der bestmöglichen Informationsinfrastruktur auszustatten, die sie für ihre Forschung brauchen”. Nach einer ersten erfolgreichen Phase der Zusammenarbeit in den Jahren 2008 … Weiterlesen →
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netbib weblog: Neubau der Bibliotheca Hertziana in Rom

17. Januar 2013 - 13:00

Ein Bücherturm zwischen römischen Ruinen. Die Bibliotheka Herziana ist das Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Romund hat einen bemerkenswerten Bibliotheksneubau bekommen, der in der F.A.Z. besprochen wird. Ab 1. Februar steht die Spezialbibliothek ihren Nutzern wieder zur Verfügung.

 

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